So, nun auch endlich der lang erwartete Bericht aus dem Wendland!
Am 6.11 bin ich also mit einer kleinen Gruppe, in der auch Milena und Rasmus aus der Bund Jugend dabei waren, zur Demo ins Wendland gefahren. Die Busfahrt war recht unterhaltsam, allerdings hatte man bei dem schlechten Wetter recht wenig Lust, dort auch noch über Nacht zu bleiben.
Nach der Demo wollten wir also ins Camp Hitzacker fahren um dort am nächsten Tag bei der Aktion von Widersetzten mitzumachen. Auf dem Weg sind wir einer anderen Bezugsgruppe begegnet, in der auch Vicky dabei war und haben unseren Weg in Richtung Hitzacker gemeinsam fortgesetzt.
In Hitzacker war zu unserer Überraschung allerdings kein einzige Platz mehr zum schlafen, also nächtigten wir in einer nahe gelegenen Kirche, die zur Nacht auch schnell Überfüllt war.
Am nächsten Morgen wurden wir viel zu früh von Anderen geweckt, und mussten noch Stunden warten bis die Aktion endlich losging.
Mit einem Kleinbus sind wir in einer Kolonne in die nähe der Gleise bei Harlingen gefahren und den Rest der Weges zu fuß gegangen- es war unglaublich, wie viele Menschen zu sehen waren!
In unserer Bezugsgruppe „Reiner“ haben wir es auch nach einigen Anläufen an den mit Schlagstock und Pfefferspray bewaffneter und berittener Polizei vorbei auf die Gleise geschafft- am Anfang haben es nicht so viele Menschen geschafft, und wir dachten schon, wir werden recht schnell geräumt- aber nichts da!
An der Organisation war wirklich nicht zu meckern, die Schotterer haben die ganze Polizei mit ihren Aktionen so gut abgelenkt und die Bauern die Straßen so wunderbar blockiert, dass vor Ort viel zu wenig Polizei anwesend war, um uns zu vertreiben, so wurden wir nach Angaben bis zu 5.000 Menschen auf den Gleisen.
Sogar die Essensversorgung war Erstklassig, zwar nicht total wie im fünf Sterne Hotel, aber wir hatten alles Mögliche an Essen, dass auch unsere liebe Vicky satt wurde ;D
Auch die Musikalische Unterhaltung wurde von einer Sambagruppe und Menschen mit Anlage fleißig unterstützt!
Nachdem wir den ganzen Tag auf den Schienen gesessen haben oder getanzt haben sind einige von uns um Zehn Uhr Abends wieder nach Hause gefahren, so aber nicht Rasmus, Niels und Ich. Nachdem wir unsere Schlafsäcke geholt haben und uns wieder auf die Schienen geschlichen haben, haben wir dort versucht zu schlafen, bis um drei Uhr Nachts die Räumung begonnen hat.
Rasmus und Niels haben sich mehr oder weniger wegtragen lassen, ich hab dann doch lieber die Schlafsäcke und meinen Rucksack genommen und mich von zwei Polizistinnen in den eigens für uns zusammengestellten Kessel bringen lassen. Die Nacht unter dem Sternenhimmel mit 1.500 anderen Demonstranten war bitterkalt und wir mussten wirklich bis neun Uhr Morgens drin bleiben.
Als der Castor dann unmittelbar an uns vorbeigerollt ist, was im übrigen mit vielen Pfiffen und Schreien- bewundernswert, wenn man bedenkt, wie fertig die Menschen waren- begleitet wurde, durften wir auch gehen.
Um ca. 18 Uhr kamen Wir, nachdem wir vier mal getrampt und einmal mit dem Zug gefahren sind, wieder in Bremen an und waren doch recht froh, wieder in unseren Betten zu schlafen, denn Schotter ist nicht so bequem, wenn er sich in den Rücken bohrt ;D
Aber ich bin sehr froh, dabei gewesen zu sein, es war ein wirklich tolles Erlebnis zu sehen, wie sehr Menschen zusammenhalten, wenn es um eine Sache geht!
In diesem Sinne, bis nächstes Jahr!
Eure Nele
Dienstag, 23. November 2010
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen